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Subtile Deprofessionalisierung

Berlin. Der Ärztekammerpräsident der Stadt, Dr. Günther Jonitz, kannte die DRGs schon aus den USA. So hatte er schon vor ihrer Einführung in Deutschland gewarnt, die Ärzte seien die Hauptbetroffenen. Sie würden der ärztlichen Verantwortung beraubt. Wenn ein Patient mit einer DRG-Diagnose eingeliefert wird, sei es unklug, wenn der Arzt dieser Diagnose misstraut. Jede weitere Untersuchung und möglichst auch Gespräche mit Patienten und Angehörigen muss er unterlassen, weil die DRG-Pauschale diese Zeit und die Kosten nicht deckt. Nur der Eingriff entsprechend der Eingangsdiagnose wird bezahlt. Folgt er dennoch seinem Gewissen, eine andere als die Standard-Therapie zu verordnen, riskiert er eine Untersuchung der Krankenkasse und die Verpflichtung, seiten- und stundenlang sein Verhalten zu begründen. Die Sanktionen sind jedenfalls so, dass die meisten es bald aufgeben, eigenen Einsichten zu folgen. „Ja, irgendwann verzichten viele sogar auf eigene Einsichten. Eine fatale Deprofessionalisierung von Ärzten, die den Beruf ergriffen haben, um Menschen zu heilen. Gleichzeitig lockt man die gegängelten Mediziner immer mehr mit Boni – Zusatzzahlungen nicht für Heilungserfolge. Nein, die gibt es nur für die Steigerung von Zahlen. Dieses Menschenbild von „Zuckerbrot und Peitsche“ ist eine wahre Zumutung. Es zerstört auch das Vertrauen zu Ärzten und gefährdet die Patienten.

   

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